Winter und Sommer Postille
oder Predigten an den Sonn und Festtagen des ganzen Jahres von (Archidiakonus an der St. Nicolaikirche zu Kiel, Dr. der Theologie und Philosophie) Claus Harms : komplett zwei Bände :
von Harms, Claus
Schlagwort: Theologie

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Buchbeschreibung
Bei August Hesse (Kiel) und bei Friedrich Fleischer (Leipzig) 1836.
fünfte Auflage :
8 Octav, Hardcover/Pappeinband der Zeit, Frakturschrift : 499 und 479 (978) Seiten :
Claus Harms (geb. 25. Mai 1778 in Fahrstedt (Kreis Süderdithmarschen); gest. 1. Februar 1855 in Kiel) war ein lutherischer Pastor in Kiel, der als profilierter Pastoraltheologe dem Neuluthertum des 19. Jahrhunderts Impulse gab. Claus Harms wurde als Sohn eines Mühlenbesitzers geboren. Seit 1791 unterrichtete ihn Pastor Friedrich Ernst Christian Oertling aus Sankt Michaelisdonn, wohin die Familie verzogen war, in den alten Sprachen und anderen Wissenschaften, laut Harms' Erinnerungen "Jahre des aufgehenden, eindringenden, strahlenden Sonnenlichtes des Rationalismus". Um seinen kranken Vater zu unterstützen, absolvierte Harms aber zunächst eine Lehre als Müller. Nach dem Tode des Vaters 1796 betrieb er gemeinsam mit seinem Bruder die Mühle, entschloss sich aber bald zu deren Verkauf und arbeitete als Knecht bei seinem Bruder, bis er genügend Geld für ein Studium beisammen hatte. Zur Vorbereitung auf eine Universitätsstudium besuchte Harms seit dem Herbst 1797 die Lateinschule in Meldorf. Zum Wintersemester 1799 begann er das Studium der Theologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bei Johann Friedrich Kleuker, einem Vertreter des Supranaturalismus. Aber auch Friedrich Schleiermachers Reden über die Religion übten einen Einfluss auf Harms aus. Nach dem Studium arbeitete er ab 1802 als Hauslehrer bei Pastor Johann Georg Schmidt in Probsteierhagen. 1806 wurde Harms zunächst Diakon in Lunden und dann 1816 Archidiakon in der Kieler Nikolaikirche. 1817 veröffentlichte Harms zusammen mit einem Abdruck der Thesen Luthers zum Jubiläum der Reformation auch 95 eigene Thesen. In seinen Thesen attackierte Harms den theologischen Rationalismus als der Götzen Vernunft, den man an die Stelle Gottes gesetzt habe. Außerdem lehnte Harms die vom preußischen König betriebene Preußische Union zwischen lutherischer und reformierter Kirche zur Evangelischen Kirche in Preußen ab (siehe Agendenstreit). Seine pointierten Thesen riefen eine Flut von Schriften hervor (Thesenstreit 1817?1819) und machten Harms zu einem Begründer des entstehenden Neuluthertums. Darin beeindruckte und beeinflusste er seinen Schüler Wilhelm Heinrich Koopmann, der als holsteinischer Bischof 1867 unionistische Bestrebungen in Holstein und Schleswig abwendete. Harms erhielt u.a. Widerspruch von Friedrich Schleiermacher, einem Gegner der Zwangsunion, sowie von dem Theologen und Philosophen Christian Schreiber, wurde aber andererseits vom Rationalisten Christoph Friedrich Ammon verteidigt. Christian Schreiber beschrieb Harms wie folgt: "Harms, dem es offenbar nicht an Genialität, wenn auch an philosophischem Durchblick fehlt, predigte vor einigen Jahren [...] in meiner Nähe, mit großem Beifall. Er hat etwas Apostolisches in seinem Wesen. Junge Prediger könnten viel aus seinen Reden lernen, wenn sie seine natürliche Beredtsamkeit von seiner gekünstelten Dogmatik immer gehörig zu unterscheiden wüßten." Einem Ruf nach St. Petersburg, den er 1819 erhielt, und einem zweiten Ruf an die Dreifaltigkeitskirche nach Berlin im Jahr 1834 als Nachfolger Schleiermachers folgte Harms nicht. 1835 wurde er zum Hauptpastor in der Nikolaikirche sowie zum Propst der Propstei Kiel ernannt. 1841 anlässlich seines 25-jährigen Amtsjubiläums folgte die Ernennung zum Oberkonsistorialrat. Ab 1830 publizierte Harms seine einflussreiche Pastoraltheologie (drei Bände, 1830/31/34), in der er den Pfarrer in seiner dreifachen Funktion als Prediger (Verkündigung), Priester (Taufe und Abendmahl) und Pastor (Seelsorge und Beichte) beschrieb. Ein bedeutender Schüler von Harms war Michael Baumgarten. Harms Grab befand sich ursprünglich auf dem Kieler St.-Jürgen-Friedhof nahe dem Hauptbahnhof. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die zerstörte St. Jürgen Kirche 1954 abgetragen und der Friedhof eingeebnet. Harms Gebeine wurden auf den Südfriedhof umgebettet. (quelle:wikipedia) : Gerne senden wir Ihnen weitere Fotos und Informationen : der Gesamteindruck dieser Bücher ist GEBRAUCHT : GUT
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